Yeah! TimeMachine auf meinem Seagate BlackArmor NAS läuft! Endlich!

Da ich mir ja im letzten Jahr mein schönes Seagate Blackarmor NAS 110 gekauft habe, wollte ich dieses auch für die TimeMachine Backups meines MBP nutzen, da ich von meinen Kommilitonen ständig höre, wie großartig dieses Feature ist. Da man aber, wenn man schon mal nen privates NAS hat, selten eine externe HD angeschlossen habe, wollte ich diese auch hierfür nutzen.

Leider akzeptiert TimeMachine in OSX Snow Leopard seit Version 10.5 nur noch die (leider sauteure) Apple TimeCapsule als Netzwerkspeicher. Zumindest offiziell, werden normale NAS Systeme (z.B. per Samba angebunden), nicht mehr unterstützt.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit Samba Shares relativ unkompliziert doch als TimeMachine Storage einzurichten:

Zuerst einmal muss man in der Konsole die Funktion aktivieren, auf „nicht unterstützten Volumes“ zu sichern. Das geht mit diesem Befehl:

defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

Anschließend kann man in TimeMachine wieder beliebige Netzlaufwerke zur Sicherung auswählen. Dies alleine hilft jedoch nicht, da TimeMachine meckert, dass das entsprechende Sparsebundle nicht erstellt werden kann.

Hier hilft das Bash-Script MakeImage.sh, das benötigte Sparsebundle zunächst lokal zu erstellen, die entsprechenden Attribute zu setzen und auf das gewählte Netzlaufwerk zu kopieren. Das Skript kann man hier herunterladen. Man führt dazu einfach folgenden Befehl aus (vorher chmod +x MakeImage.sh):

./MakeImage.sh 200 /Volumes/shared_folder

Die maximale Größe des Backups wird in GByte angegeben, in dem Beispiel wird das Backup also maximal 200 GBytes groß werden, bevor alte Files gelöscht werden. Anschließend gibt man den Pfad zum Netzlaufwerk an, das sollte i.d.R. unter /Volumes eingehangen sein. Im Beispiel heisst die Feigabe „shared_folder“.

Es wird nun zuerst lokal das 200 GB große Sparsebundle des Backups erzeugt (also der Platz reserviert). Anschließend wird es dann auf das Netzlaufwerk kopiert. Dabei wird der Name des Mac im Dateinamen verwendet (kann unter Systemeinstellungen->Freigaben->Gerätenamen anpassen). Man sollte also, falls man mehrere Macs sichern will, unbedingt auf verschiedene Gerätenamen achten. Der Output des Scriptes sollte dann in etwa so aussehen:

Generating disk image NAME_EURES_MACs.sparsebundle with size 200GB ... done!
Generating property list file with uuid 3BE3748D-46DC-54F9-9F01-B82AA5A3B7DF ... done!
Copying NAME_EURES_MACs.sparsebundle to /Volumes/shared_folder ... done
Finished! Happy backups!

Bei mir hat das Terminal zwar zwischendurch Meldungen ausgespuckt, dass irgendwelche Attribute nicht gesetzt werden konnten, aber das sollen laut Google relativ unwichtige Samba Warnungen gewesen sein. Schlussendlich lief das Script doch komplett durch und siehe da: Das entsprechende Netzlaufwerk in TimeMachine ausgewählt und – tadaaa – Backuplocation erkannt und TimeMachine begann mit dem Backup! Endlich!

Quelle und danke für die Tipps: http://www.admin-blog.com/archives/233-Mit-Time-Machine-unter-Snow-Leopard-auf-Netzlaufwerk-sichern.html